Termine kurzfristig verfügbar
Sie müssen nicht psychisch krank sein, um herzukommen
Seelische Begleitung während und nach einer Krebserkrankung — für Betroffene und für Angehörige.
Viele Menschen warten, bis sie „wirklich nicht mehr können". Dabei ist der häufigste Grund, hier zu sitzen, ein anderer: Der Alltag geht weiter, die Behandlung läuft oder ist vorbei, und niemand hat je gefragt, wie es einem damit eigentlich geht. Dafür braucht es keine Diagnose.
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Psychoonkologie für Betroffene und Angehörige
Zwei Wege in dieselbe Sprechstunde
Ich bin selbst erkrankt
Sie stehen vor einer Behandlung, mitten drin oder danach
Vielleicht funktioniert alles nach außen, und innen ist es laut. Vielleicht ist die Therapie vorbei und das Umfeld erwartet, dass jetzt wieder Normalität einkehrt — während sich für Sie fast nichts normal anfühlt. Hier ist Platz für das, was im Behandlungsplan nicht vorgesehen ist.
Jemand, der mir nahesteht, ist erkrankt
Sie organisieren, begleiten, fangen auf
Sie sind diejenige oder derjenige, der stark sein soll. Die eigene Angst hat in diesem Gefüge selten einen Ort — und viele Angehörige haben das Gefühl, kein Recht darauf zu haben, weil sie ja nicht die Erkrankten sind. Sie können hier auch allein herkommen, ohne die erkrankte Person.
Themen in der psychoonkologischen Begleitung
Worum es in den Gesprächen oft geht
Die Angst, dass es zurückkommt
Und wie man damit lebt, wenn die Ärzte sagen, im Moment sei alles in Ordnung.
Die Tage vor der Nachsorge
Wenn die Kontrolluntersuchung näher rückt und der Kopf schon Wochen vorher woanders ist.
Erschöpfung, die nicht weggeht
Schlaf, Konzentration, Belastbarkeit haben sich verändert, und das Umfeld merkt es nicht.
Die Zeit danach
Wenn die Behandlung endet und niemand gesagt hat, dass das der schwierigere Teil sein kann.
Gespräche in der Familie
Was man sagt, was man weglässt, und wie man über Angst spricht, ohne die anderen zu belasten.
Die Frage nach dem Warum
Und was man mit Gedanken macht, die einem selbst die Schuld geben.
Ergänzung zur onkologischen Behandlung
Was diese Begleitung ist — und was sie nicht ist
Was sie ist
Ein Raum, um zu sortieren, was gerade passiert. Ein Gegenüber mit ärztlicher Ausbildung, das die medizinische Seite versteht und trotzdem nach der anderen fragt. Ein Ort für Themen, die im Behandlungszimmer keinen Platz haben.
Was sie nicht ist
Kein Ersatz für Ihre onkologische Behandlung. Keine zweite Meinung zur Therapie. Und ausdrücklich keine Methode, die auf den Verlauf Ihrer Erkrankung einwirken soll — wer Ihnen das verspricht, versteht Psychoonkologie falsch.
Ablauf und Terminverfügbarkeit
Wie ein Erstkontakt abläuft
Der erste Schritt ist ein kurzes Telefonat von etwa zehn Minuten mit meinem Team, online buchbar. Darin klären wir, worum es geht, ob Sie hier richtig sind und wie schnell ein Termin möglich ist. Weil Krebserkrankungen ihren eigenen Zeitplan haben, halte ich für diesen Bereich Termine kurzfristig frei.
Häufige Fragen zur Psychoonkologie
Was uns am häufigsten gefragt wird
Was ist Psychoonkologie eigentlich?
Psychoonkologie ist die seelische Begleitung von Menschen mit einer Krebserkrankung und ihren Angehörigen. Sie beschäftigt sich mit dem, was eine solche Diagnose im Leben auslöst: Angst, Unsicherheit, veränderte Belastbarkeit, Fragen in der Familie, die Zeit nach der Behandlung. Sie ist ein eigenständiges Fachgebiet und ergänzt die onkologische Behandlung — sie ersetzt sie nicht und greift nicht in sie ein. In dieser Praxis findet sie als Einzelgespräch statt, bei einem Arzt, der die medizinische Seite Ihrer Situation versteht.
Ab wann ist Unterstützung sinnvoll — erst wenn ich psychisch nicht mehr kann?
Nein. Psychoonkologische Begleitung ist nicht nur für schwere Krisen gedacht. Sie kann direkt nach der Diagnose sinnvoll sein, während der Behandlung, in der Nachsorge oder auch Jahre später. Häufige Anlässe sind Orientierung in einer unübersichtlichen Situation, Entscheidungsdruck, Erschöpfung, Spannungen in der Familie oder einfach das Bedürfnis, mit jemandem zu sprechen, der nicht selbst betroffen ist. Sie müssen nicht warten, bis es schlimmer wird, und Sie müssen nicht begründen, warum jetzt.
Ist es normal, dass die Angst vor einem Rückfall nicht verschwindet?
Ja. Die Angst vor einem Rezidiv gehört zu den häufigsten seelischen Belastungen nach einer Krebserkrankung, und sie verschwindet bei vielen Menschen auch Jahre später nicht vollständig. Das ist keine Fehlfunktion, sondern eine verständliche Reaktion auf eine reale Erfahrung. Belastend wird sie vor allem dann, wenn sie den Alltag bestimmt: Schlaf, Beziehungen, die Wochen vor jedem Nachsorgetermin. In den Gesprächen geht es darum, zwischen sinnvoller Wachsamkeit und einer Angstspirale zu unterscheiden — und einen Umgang zu finden, der Ihnen wieder Raum lässt.
Wie lebe ich mit der Ungewissheit, obwohl medizinisch alles in Ordnung ist?
Eine medizinische Entwarnung beendet die innere Alarmbereitschaft nicht automatisch. Viele Menschen beschreiben, dass die Erleichterung nach einem guten Befund nur wenige Tage hält. Besonders die Zeit vor Kontrolluntersuchungen und Befundgesprächen ist für viele die schwerste des Jahres. In den Gesprächen arbeiten wir daran, wie Sie diese Phasen gestalten: was Sie an Information brauchen und was nicht, wie Sie mit Grübeln und Körperbeobachtung umgehen, und wie Sie die Zeit dazwischen wieder stärker an Ihrem Leben ausrichten statt am nächsten Termin.
Kann ich auch als Angehöriger kommen?
Ja, und Sie können das allein tun — die erkrankte Person muss davon nichts wissen und nicht mitkommen. Angehörige tragen oft die Organisation, die Gespräche mit Ärzten und die Zuversicht für alle anderen, und haben selten einen Ort für die eigene Angst. Häufige Themen sind Erschöpfung, Schuldgefühle wegen eigener Bedürfnisse, Ohnmacht und die Frage, wie man hilft, ohne sich selbst zu verlieren. Sie müssen dafür nicht belegen, dass es Ihnen schlecht genug geht.
Wie spreche ich mit meiner Familie darüber, ohne sie zusätzlich zu belasten?
Diese Sorge kommt in fast jedem Gespräch vor — und sie führt oft dazu, dass alle Beteiligten schweigen und sich gegenseitig schonen. Angehörige sind meist selbst verunsichert und versuchen zu helfen, indem sie beschwichtigen oder zum positiven Denken raten. In den Gesprächen klären wir, was Sie mitteilen möchten, was Sie für sich behalten wollen, und welche Unterstützung Ihnen tatsächlich hilft. Auf Wunsch können einzelne Angehörige zu Gesprächen dazukommen. Auch für Gespräche mit Kindern lässt sich vorher überlegen, was altersgerecht ist.
Was hilft bei Erschöpfung und Konzentrationsproblemen seit der Erkrankung?
Diese Beschwerden können körperliche, medikamentöse und seelische Ursachen haben, oft mehrere gleichzeitig. Deshalb steht am Anfang eine Einordnung und keine schnelle Erklärung: Was gehört zu Therapiefolgen, was zu Schlaf und Belastung, was zu den eigenen Ansprüchen an die eigene Leistungsfähigkeit. Als Facharzt für Psychosomatische Medizin mit mehrjähriger Erfahrung in der Inneren Medizin kann ich beide Seiten im selben Gespräch betrachten. Danach schauen wir, welche Bereiche sich gestalten lassen — Schlaf, Aktivität, Pausen, Erwartungen — und welche man vorerst aushalten muss.
Kann die Psyche Krebs verursachen? Beeinflusst meine Haltung, ob er zurückkommt?
Für die Vorstellung einer „Krebspersönlichkeit" oder dafür, dass negatives Denken Krebs verursacht, gibt es keine belastbare wissenschaftliche Grundlage. Trotzdem kommen sehr viele Menschen mit dem Gedanken, irgendwie selbst schuld zu sein. Die Entstehung dieser Erkrankungen ist selbst für erfahrene Fachleute und Forschende oft nicht nachvollziehbar — belasten Sie sich deshalb nicht zusätzlich mit einfachen Erklärungen. Wenn Schuld ein Gedanke ist, der Sie häufig beschäftigt, sprechen Sie ihn in ärztlichen oder therapeutischen Gesprächen an. Und setzen Sie sich nicht unter den Druck, „richtig denken" zu müssen.

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