Prävention und Programme
Was Sie selbst tun können
Prävention ersetzt keine Behandlung. Aber sie entscheidet oft darüber, ob eine nötig wird.
In fast jeder Behandlung kommt der Moment, in dem es nicht mehr um Diagnosen geht, sondern um den Alltag: wie Sie atmen, was Sie essen, wie Sie mit Anspannung umgehen. Diese drei Bereiche sind keine Nebenschauplätze — sie sind oft der Teil, der langfristig am meisten trägt.
Prävention in der psychosomatischen Medizin
Drei Bereiche, die in jeder Behandlung vorkommen

Atem
Der Atem ist die einzige Körperfunktion, die automatisch läuft und die Sie trotzdem bewusst steuern können. Das macht ihn zum direktesten Zugang zum eigenen Nervensystem. Unter Anspannung wird die Atmung flacher und schneller, oft ohne dass Sie es merken — und der Körper bleibt dadurch in Alarmbereitschaft, auch wenn die Situation längst vorbei ist.
In der Behandlung arbeiten wir deshalb häufig zuerst mit dem Atem. Nicht, weil es esoterisch wäre, sondern weil es messbar etwas verändert und weil Sie es überall anwenden können — im Wartezimmer, vor einem Gespräch, nachts um drei.

Ernährung
Ernährungsmedizin ist einer meiner Schwerpunkte, gelernt in einer Klinik, die sie als festen Bestandteil der Behandlung verstanden hat. Der Zusammenhang zwischen dem, was auf dem Teller liegt, und dem, wie es Ihnen geht, wird in der Medizin regelmäßig unterschätzt — besonders bei Beschwerden, die den Magen-Darm-Bereich betreffen, bei anhaltender Erschöpfung und bei Schlafproblemen.
Es geht dabei nicht um Diäten und nicht um Verzicht, sondern um eine Bestandsaufnahme: Was essen Sie, wann, in welcher Situation — und was davon lässt sich realistisch verändern, ohne dass es zum nächsten Punkt auf Ihrer Liste wird.

Selbststeuerung
Die meisten Menschen wissen ziemlich genau, was ihnen guttäte. Woran es scheitert, ist selten das Wissen, sondern die Umsetzung im Alltag — zwischen Arbeit, Familie und dem, was ohnehin liegen bleibt.
Selbststeuerung heißt: herauszufinden, welche Signale Sie übergehen und woran Sie sie früher erkennen könnten. Wo Ihre Grenzen tatsächlich verlaufen und was passiert, wenn Sie sie benennen. Das ist weniger spektakulär als ein Programm, aber es ist der Teil, der bleibt, wenn eine Behandlung abgeschlossen ist.
Kurse und Programme
Was Sie darüber hinaus nutzen können

Online-Kurs
Psychoonkologie-Kurs
Ein Online-Kurs für Menschen, die mit einer Krebserkrankung leben, und für ihre Angehörigen. Er greift die Themen auf, die in der psychoonkologischen Begleitung am häufigsten vorkommen.
In Vorbereitung
Aktuell ist kein Programm ausgeschrieben. Die Themen oben sind Teil jeder Behandlung — dafür brauchen Sie keinen Kurs.
medethico
Eine zweite Marke, bewusst getrennt
Die Kurse und Programme erscheinen unter medethico — einer eigenständigen Marke außerhalb der Praxis. Das hat einen einfachen Grund: Eine Behandlung in der Praxis und ein Online-Kurs sind zwei verschiedene Dinge, auch wenn dieselbe Person dahintersteht. Was Sie hier buchen, ist eine ärztliche Behandlung. Was Sie dort buchen, ist ein Kurs — ohne Diagnose, ohne Behandlungsvertrag, ohne Abrechnung über Ihre Versicherung.
Beiträge aus der Praxis
Woran wir gerade arbeiten
Themen, die in der Praxis immer wieder auftauchen — aufgeschrieben, damit Sie sie nachlesen können.
Wenn der Magen mitspricht und kein Befund es erklärt
Viele Menschen kommen mit einem Ordner voller unauffälliger Befunde und dem Satz, es sei wohl alles psychisch. Warum das weder eine Diagnose noch eine Entwarnung ist — und was stattdessen am Anfang steht.
Muss ich in der Gruppe vor allen anderen sprechen?
Die häufigste Frage vor dem ersten Gruppentermin. Eine ehrliche Antwort, ohne sie schönzureden.
Was in den ersten zehn Minuten am Telefon passiert
Drei Fragen, ein Eindruck, keine Verpflichtung. Ein Ablaufprotokoll für alle, die vorher wissen möchten, was kommt.
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Wenn es um mehr als Prävention geht
Wenn Beschwerden anhalten oder eine Belastung nicht nachlässt, ist ein Gespräch der bessere Weg als ein Programm.
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